Narben

Zerstörung des kollagenen Netzwerks

Als Narbe wird nach einer Verletzung des kollagenen Netzwerks der Haut ein minderwertiges, faserreiches Ersatzgewebe (Fibrose) bezeichnet, das den Endzustand der Wundheilung darstellt. In den Narben ist das Kollagen nicht mehr komplex verflochten, sondern parallel angeordnet. Hautanhangsgebilde wie Talg- oder Schweissdrüsen sind nicht nachgebildet.
Bei traumatischen Läsionen mit Durchtrennung oder Verlust von Gewebe wird die Wunde vorerst durch ein Fibrinkoagel verschlossen und im Anschluss Entzündungszellen rekrutiert. In der Folge bildet sich ein Granulationsgewebe, das anschliessend durch kollagenreiches Bindegewebe ersetzt wird, das sich im weiteren Heilungsverlauf strafft. Daneben kommt es zu einer Reepithelisierung der Hautoberfläche.

Hautnarben

Oberflächliche Verletzungen der Oberhaut heilen folgenlos ab. Eine Narbe entsteht bei Verletzungen der Haut nur dann, wenn die Lederhaut verletzt wurde. Weil das Narbengewebe zu Beginn noch von vielen Blutgefässen durchzogen wird, weist es eine rote Farbe auf. Mit dem weiteren Umbau bilden sich die Blutgefässe zurück, während der Anteil der kollagenen Fasern zunimmt. Zum einen steigt dadurch die Reissfestigkeit der Narbe, zum anderen bildet sie sich heller aus, als das umliegende Gewebe, da im Narbengewebe die Melanozyten fehlen. Trotz der kollagenen Fasern stellt eine Narbe minderwertiges Gewebe dar und bei starken Belastungen können Narbenbrüche entstehen.

Narbenbehandlung

Entscheidend ist eine gute Wundversorgung während der Wundheilung, dadurch kann die Narbenbildung im Hinblick auf Aussehen und Funktionalität positiv beeinflusst werden. Narben lassen sich bis heute nicht ganz eliminieren, vorhandene und überschiessende Narben können aber mit Narbenmobilisierung oder invasiver Verfahren ausgebessert werden. Bei den operativen Verfahren besteht das Risiko einer Neubildung der Narbe.
Narben können durch monatelanges, täglich mehrmaliges Einmassieren spezieller Salben mit einer Kombination aus z.B. Heparin, Allantoin und Zwiebelextrakt, oder silikonhaltige Gele behandelt werden. Vielfach wird die Wirksamkeit der Heparin-haltigen Narbengele auch durch Ultraschall in der Physiotherapie unterstützt. Auch sogenannte Narbenpflaster z.B. Silikonauflagen, werden vor allem bei hypertrophen Narben eingesetzt. Auch Klebebänder mit Mikroporen kommen zur Verringerung von Narbenwülsten und bei Verbrennungen zum Einsatz.

Selbstheilungsmechanismus

Viele Hautverletzungen können nach dem Abheilen eine Narbe hinterlassen. Narben entstehen meist als Folge von mechanischen Verletzungen oder durch Hitzeeinwirkungen wie Verbrühungen oder Verbrennungen.
Bei einer Verletzung wird der Selbstheilungsmechanismus des Körpers aktiviert, mit dem Ziel, die Wunde raschmöglichst zu verschliessen und eine Heilung herbeizuführen.
Eine komplette Heilung ist vor allem im Bereich der inneren Organe möglich, Hautwunden werden nur repariert. Der Wundspalt wird zuerst mit einem Blutgerinnsel verschlossen und von innen her mit Bindegewebe aufgefüllt. Am Ende des Wundheilungsprozesses entsteht dann die Narbe.

Grösse und Art der Wunde

Im allgemeinen heilen Verletzungen wie beispielsweise bei einem Operationsschnitt, bei denen praktisch kein Gewebe verloren geht, auch problemlos wieder ab. Diese Wunden hinterlassen meist nur eine feine Linie, die kosmetisch wenig stört. Im Gegensatz können Verletzungen wie z.B. Verbrennungen, Dekubitus und Bisswunden, bei denen viel Gewebe verloren geht, nur sekundär abheilen. Bei der sekundären Wundheilung hinterlassen die Wunden vielfach grossflächige und auffällige Narben. Wird hingegen eine Wunde durch eine Naht verschlossen (primäre Wundheilung), kann die Narbe relativ klein gehalten werden.

Ort und Lage der Wunde

Die Form der Narbe ist auch abhängig vom Körperteil, auf dem sich die Narbe befindet. Körperteile, die häufig angespannt und bewegt werden, sind einer andauernden Zugspannung ausgesetzt. Diese Spannungen können auffällige Narben bilden, wie z.B. über Gelenken, am Rücken oder im Bereich der Schulter.

Wundheilung und -hygiene

Infektionen während des Heilungsprozesses erhöhen Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wundheilung verzögert und auffällige Narben entwickeln.
Eine Wundinfektion ist abhängig von der Grösse der Keimbesiedlung, Art und Giftigkeit der Keime, sowie der Art der Wunde wie z.B. glatt oder zerklüftet, Fremdkörper in der Wunde und auch dem Zustand der Immunabwehr des Verletzten.

Alter des Patienten

Je jünger der Patient ist, desto schneller heilen Wunden. Da im Alter die Haut dünner wird, sowie die, Kollagenfasern, Fettschichten und die elastischen Fasern abnehmen, nimmt auch die Anzahl der Schweissdrüsen immer mehr ab. Dazu spielt die Minderdurchblutung, die zu einer mangelhaften Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen führt, eine wichtige Rolle.
Dadurch wird die Haut leichter verletzbar und die Minderversorgung führt dazu, dass Wunden schlechter und langsamer heilen. Mit einer längeren Heilzeit erhöht sich auch das Infektionsrisiko einer Wunde. Verletzungen bei jüngeren Menschen führen hingegen zur vermehrten Bindegewebsproduktion (mehr als nötig) und somit entstehen dickere und meist grössere Narben.

Narben

  • Erbliche Faktoren Auch erbliche Faktoren spielen eine wichtige Rolle. So führt bei Menschen afrikanischer und asiatischer Abstammung die Wundheilung zu einer eher überschiessende Neubildung von Bindegewebe.
  • Störungen in der Narbenbildung Auch Störungen in der Narbenbildung führen zu einer auffälligen Narbenbildung. Man unterscheidet zwischen Narbenkontrakturen, Atrophe Narben, Keloide und Hypertrophe Narben.
  • Atrophe Narben Die Bildung neuer Bindegewebsfasern reicht in der Regel nicht, um die Wunde zu füllen. Dadurch entsteht eine abgesenkte Narbe, die unter dem Niveau der umgebenden Haut liegt. Dieser Effekt bildet sich vorwiegend bei flachen und breiten Narben. Diese Form der Narbenbildung sind typisch für Aknenarben. Die schwere Form der Akne conglobata hinterlässt oft atrophe Narben.
  • Hypertrophe Narben Als Folge einer überschiessenden Bildung von Bindegewebe entstehen Hypertrophe Narben, die entweder kurz nach der Wundheilung oder in deren Verlauf auftreten. Die Überproduktion von Bindegewebsfasern bildet eine Wulstbildung, die sich über das gesunde  umgebende Hautniveau erhebt. Hypertrophe Narben entstehen dann, wenn die Wunde nicht ruhiggestellt wird oder eine zusätzliche Infektion auftritt. Solche Narben können stark gerötet sein und können schmerzen und jucken. Ursache für die Entstehung solcher Narben sind hauptsächlich starke Zugkräfte, gegen die sich die Wunde schliessen muss. Aufgrund der verstärkten Zugkräfte richten sich die Kollagenfasern in Richtung des Zugreizes aus. Durch die andauernde Zugspannung kommt es zur vermehrten Bildung von Blutgefässen und Bindegewebe. Als Folge bildet sich eine wulstartige, stark gerötete Narbe. Meist treten solche Narben in Gelenkbereichen auf, wo Bewegungen Zugkräfte fördern. In speziellen Fällen kann es dazu kommen, dass sich die Narbe nach 1-2 Jahren spontan zurückbildet. Bei Operationen berücksichtigt man diese Gegebenheiten., Durch einen Operationsschnitt entlang der natürlichen Hautspaltlinien werden durch eine gezielte Schnittführung übermässige Zugkräfte zu verhindert.
  • Keloide Keloide bilden sich durch eine stark überschiessende Produktion von Bindegewebe, die erst viel später nach Abschluss der Wundheilung auftritt. Die Narbe wuchert über den Wundbereich hinaus in das gesunde Gewebe und beschränkt sich dabei nicht nur auf das Wundgebiet. Kennzeichnend sind dicke und wulstförmige Verwerfungen, die meist rot oder auch dunkler gefärbt sind, als die gesunde umgebende Haut. Meist ist eine erhöhte Empfindlichkeit des Gewebes feststellbar. Keloide treten nur in pigmentierter Haut auf. Vor allem Jugendliche, junge Frauen und Menschen dunkler Hautfarbe (10 mal häufiger als bei Menschen mit weisser Hautfarbe) sind davon betroffen.

Behandlungsmethoden

Narben bestehen ein Leben lang und erinnern an unsere Verletzungen, die uns seit Kindheit begleiten. Doch nicht nur optisch können Narben störend sein, vielfach verursachen sie Schmerzen und andere Beschwerden wie Jucken oder Bewegungseinschränkungen.
Eine frische Narbe sollte nicht übermässig belastet und bewegt werden. Das kann schwierig werden, wenn die Verletzung im Bereich eines Gelenks liegt. Auch ungeschützte Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden, da sich die Narbe dauerhaft verfärben kann. Die Narbe wird dunkel und bleibt so für immer gut sichtbar.
Spezielle Silikonprodukte helfen während des Heilungsprozesses, dass die Narbe später nicht wuchert oder wulstig wird. Diese Pflegepräparate können, wenn die Wunde geschlossen, unmittelbar nach dem Einsetzen der Wundheilung verwendet werden. Eine übermässige Narbenbildung kann so verhindert werden.
Für bestehende Narben gibt es diverse Behandlungsmethoden, z.B. das Unterspritzen des vernarbten Gewebes mit Kortison. Die Narbe wird dadurch optisch weniger markant ausgebildet. Für schrumpfende Narben kann auch eine Vereisung auf knapp -200 °C sorgen. In der Physiotherapie wird mit einem speziellen Gerät die Narbe herunter gekühlt und die Durchblutung des Narbengewebes unterbrochen.

Viele Möglichkeiten

Man kann die Narbenbildung im Hinblick auf Aussehen und Funktionalität positiv beeinflussen, indem während der Wundheilung auf eine gute Wundversorgung geachtet wird. Trotzdem kann eine Narbenbildung nicht vollständig verhindert werden. Leider ist bis heute auch noch keine Narbennachbehandlung möglich, also eine Behandlung, z.B. in der Physiotherapie, die Narben vollständig eliminieren würde. Jedoch können vorhandene, überschiessende Narben mit Narbenmobilisierung oder invasiver Verfahren (z.B. Laser, Operation oder Stickstoffvereisung) gebessert werden. Auch in diesen Fällen besteht das Risiko der Narben-Neubildung.

Medikamentöse Lokaltherapie

Durch Einmassieren spezieller Salben (z.B. Contractubex), Gele und Cremes können Narben behandelt werden. Meistens handelt es sich um Salben mit einer Kombination aus Heparin (lockert Gewebsstruktur auf, wirkt entzündungshemmend und fördert die Wasserbindung im Narbengewebe), Allantoin (reizmildernd und fördert Wundheilung) und Zwiebelextrakt (wirkt antientzündlich, abschwellend und keimtötend) oder silikonhaltige Gele. Eine frühzeitige Anwendung, wenige Tage nachdem sich die Wunde geschlossen hat oder 8 -10 Tage nach einer Operation, kann bereits die Entstehung von Narben deutlich reduzieren.

Narbenpflaster bzw. Silikonabdeckungen

Besonders Silikonauflagen bei hypertrophen Narben führen zur Verringerung von Narbenwülsten. Silikon ist gasdurchlässig, wasserabweisend, temperatur- und alterungsbeständig, elastisch, farb- und geruchlos ist, wird biologisch nicht abgebaut und ist sehr reaktionsträge. Auch sind keine allergischen Reaktionen bei oberflächlicher Anwendung bekannt.
Wird eine Narbe mit Silikon abgedeckt, bildet sich eine feuchte Kammer, die zwar durchlässig für Gas, nicht aber für Wasser ist. Die erhöhte Feuchtigkeit führt dazu, dass um die verletzte Stelle weniger Narbengewebe gebildet wird. Zudem werden die Narben weicher, flacher und insgesamt unauffälliger.

Spritzenbehandlung

Zur Behandlung hypertropher Narben und Keloide wird häufig Kortison eingesetzt. Kortikoide hemmen die Kollagenproduktion und unterdrücken somit die überschiessende Narbenbildung. In der Folge flacht die Narbe ab, wird weicher und geschmeidiger. Wenn die Narbe noch neu und hellrot ist, werden die besten Erfolge erzielt.

Biomaterialien

Im Falle von eingesunkenen atrophen Narben wird oft versucht, den Narbengrund mit Hilfe von Injektionen auf das Niveau der umgebenden Haut anzuheben. Dabei werden unter die Narbe sogenannte Biomaterialen eingespritzt. Biomaterialen sind z.B. eigenes Körperfett, Gelatine, Rinderkollagen oder Hyaluronsäure. Da die eingespritzten Materialien vom Körper wieder abgebaut werden, muss die Behandlung über Jahre wiederholt werden.

Druck- oder Kompressionstherapie

Bei dieser Form der Physiotherapie versucht man mit Verbänden konstant einen leichten Druck von etwa 20 bis 30 mm Hg auf die Narbe auszuüben. Der Druck führt zu einer verringerten Durchlässigkeit der feinen Kapillaren und vermindert die Durchblutung, damit der Stoffwechsel im Narbengewebe verlangsamt wird. Dieses Vorgehen verbessert die Ausreifung der Kollagenfasern, mit Rückbildung des Narbengewebes. Die Narbe wirkt elastischer und fühlt sich glatter an.

Operationen

Versprechen konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg, können operative Massnahmen in Betracht gezogen werden. Eine Operation ist nur dann sinnvoll, wenn Narbenkontrakturen oder starke Verwachsungen bestehen, die zu Bewegungseinschränkungen in Gelenken oder dauerhaften Schmerzen führen. Verbrennungsnarben sind meist grossflächig und werden deshalb operativ nachbehandelt.

Kryotherapie

Die Kryotherapie oder Vereisungstherapie kommt hauptsächlich bei hypertrophen Narben und Keloiden zur Anwendung. Mit Hilfe von flüssigem Stickstoff oder mit einer Sonde, werden die Narben innerhalb weniger Sekunden eingefroren. Die Kälte bewirkt eine oberflächliche Thrombosebildung im Narbengewebe, damit diese nicht mehr durchblutet wird. Die Behandlung wird alle 4 - 6 Wochen wiederholt, bis die Narbe vollständig geglättet ist.

Schleifen (Dermabrasion)

Das spezielle Schleifverfahren wird vor allem bei eingesunkenen Narben, z.B. Aknenarben, und Narben mit scharfen Abgrenzungen eingesetzt. Hier werden mit einem Diamantschleifer mit ca. 30`000 Umdrehungen pro Minute die Narben abgeschliffen. Dabei werden die Narbenränder abgeflacht und die obere Schicht glatt geschliffen. Die Schleifbehandlung kann auch bei der Entfernung von Tätowierungen eingesetzt werden.

Laser

Eine Lasertherapie sollte nur vom Spezialisten und nur nach strenger Indikation durchgeführt werden. Hierbei wird stark gebündeltes Licht gezielt in die betroffenen Bereiche geschossen, bis die überschüssigen Zellen absterben. Dabei kommt es zur Narbenschrumpfung und die Haut strafft sich. Vor allem hypertrophe Narben lassen sich durch eine Laserbehandlung gut zu behandeln.

Röntgenweichstrahltherapie

Die Bestrahlung kommt häufig dann zum Einsatz, wenn es darum geht, das Wiederauftreten eines Keloids zu verhindern. Zu 88 - 99 % sind die Behandlungen erfolgreich. Dabei wird direkt nach der Operation eines Keloids auf das betroffene Gewebe eine geringe Strahlendosis abgegeben. Die Strahlen dringen ca. 4 - 6 mm in die Haut. Die Therapie dauert in der Regel 2 Wochen.

Massage

Nach der Wundheilung kann je nach Narbe durch eine vorsichtige Massage in der Physiotherapie eine Schrumpfung des Narbengewebes erreicht werden. Physiotherapeuten versuchen dabei die Verklebungen des Narbengewebes mit den darunter liegenden Gewebsschichten zu lösen und verringern damit die Neigung des Narbengewebes sich zusammenzuziehen. Während der Massage kann auch Lokaltherapeutika in Form von Salben oder Gels in die Narbe einmassiert werden und damit die Bildung einer geschmeidigen Narbe unterstützen.

Wassernabelkraut (Hydrocotylidis herba)

Wassernabelkraut ist eine Pflanze, die in der asiatischen Volksmedizin häufig eingesetzt wird. Es liegen allerdings keine offiziellen Empfehlungen vor, aber die Pflanze wird erfolgreich in den Bereichen der Wundheilung, Verbrennungen, Ekzeme, Geschwüre und hypertrophe Narben eingesetzt. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind keine bekannt. Wassernabelkraut wirkt antibakteriell, antibiotisch, entzündungshemmend, antimykotisch, wundheilungsfördernd und reguliert die Bindegewebs-Neubildung.

Einstellungen des Massage-Geräts

Kugel Ø Polrichtung Dauer Bewegung Akupunkturpunkte
6/13 mm Südpol: starke Ankurbelung der Durchblutung und Wundheilung 10 Minuten/Tag links und rechts der Narbe siehe Zeichnung nicht berücksichtigen


Empfohlene Bewegungsrichtungen des Massage-Geräts


Massage-Anleitung für Narben

Mit der Massage einer Narbe wird eine starke Durchblutung im Narbengebiet erzielt, dabei werden Verklebungen im Bindegewebe gelöst und eine Lockerung des Bindegewebes erreicht.
Untenstehende Massagestriche sollten schnell und je ca. 5-10x  durchgeführt werden:

  • Beginnen Sie mit der Umrandung des Narbengewebes.
  • Dann ziehen Sie mit einem Finger bzw. mit dem Massagegerät diagonale Striche (Rautenmuster) über das Narbengewebe.
  • 2 Schritte haben sich dabei bewährt:
  • Massieren Sie zuerst alle parallel laufenden diagonalen Striche in die eine Richtung (je Strich 5-10x wiederholen).
  • Anschliessend massieren Sie die kreuzenden Linien in die andere Richtung.

Nach der Massage erfolgt ein sanftes, breitflächiges Ausstreichen über die Narbe und das umliegende Gewebe.
Eine deutliche Reduktion der Narbenbildung kann bereits durch die Anwendung entsprechender Wirkstoffe erreicht werden. Narbensalben enthalten Allantoin, Dexpanthenol und Harnstoff und machen das Bindegewebe deutlich geschmeidiger und weicher. Auch ionisierte Spurenelemente und Elektrolyte unterstützen den Heilungsprozess der Haut und können die Narbenbildung reduzieren.
Bereits wenige Tage nach dem Wundverschluss kann eine entsprechende Narbensalbe auftragen werden, um einer unschönen Narbenbildung vorzubeugen. Auch bestehende Narben können nachbehandelt werden. Die Wirkstoffe ziehen direkt in das Narbengewebe ein und fördern die Regeneration bis hin zur optisch unauffälligen Hautstruktur.
Auf frische Narben wird die Narbensalbe 1-3x im Tag aufgetragen. Die Salbe wird sanft mit den Fingerkuppen oder dem Massagegerät einmassiert, von der Narbenmitte nach aussen, bis die Salbe oder das Gel ohne Rückstände in das Gewebe eingedrungen ist. Wichtig: sichtbare Erfolge erzielen Sie aber nur, wenn Sie die Behandlung konsequent über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten durchführen.

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